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Aktuelle Infos und News Auf dieser Seite haben wir für Sie einige
aktuelle Informationen aus dem überregionalen Leben zusammengestellt.
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Protestanten in Rheinland, Westfalen und Lippe wählen am Sonntag 05. Februar 2012 ihre Leitungsgremien
Der Kirchenvorstand, der in Rheinland und Westfalen Presbyterium heißt, entscheidet über Verwaltungs- und Finanzaufgaben, Stellenbesetzungen und Aufnahmen in die Kirche. Die Amtszeit der Presbyter und Kirchenvorstände beträgt vier Jahre. Wahlberechtigt sind alle Kirchenmitglieder ab 16 Jahren alt sind. Im Rheinland und in Lippe dürfen bereits Jugendliche ab 14 Jahren wählen, wenn sie konfirmiert sind. Kandidaten für das Presbyteramt müssen volljährig sein. In der rund 2,8 Millionen Mitglieder zählenden Evangelischen Kirche im Rheinland, die sich auch auf Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen erstreckt, wird am Sonntag nach Schätzungen des Düsseldorfer Landeskirchenamtes etwa in jeder zweiten der 743 Gemeinden das Presbyterium durch Wahl neu bestimmt. Wenn nicht mehr Kandidaten antreten als Ämter zu vergeben sind, erübrigt sich eine Wahl. Bei den letzten Presbyteriumswahlen 2008 wurde in 62 Prozent der rheinischen Gemeinden gewählt. In der Evangelischen Kirche von Westfalen finden am Sonntag in 127 der 522 Kirchengemeinden Abstimmungen statt. In den anderen Kirchengemeinden entfällt der Urnengang, weil es dort genauso viele Kandidaten wie Sitze gibt. Im Vergleich zu 2008 ging die Zahl der Gemeinden, in denen der Kirchenvorstand gewählt wird, um mehr als ein Drittel zurück. In der rund 180.000 Mitglieder zählenden Lippischen Landeskirche wird in fünf von 69 Gemeinden gewählt. Die gesunkene Bereitschaft, für das ehrenamtliche Leitungsamt zu kandidieren, sei Ausdruck des allgemeinen Trends, dass Menschen angesichts der Arbeitsverdichtung weniger Zeit für ein Ehrenamt hätten, sagte Tobias Treseler, Theologischer Kirchenrat der lippischen Kirche. Gebraucht würden Menschen mit Zeit, Verständnis für die Gemeindearbeit und der Bereitschaft, sich einzuarbeiten. Solche Menschen zu gewinnen, werde ein wichtiges Thema in den kommenden Jahren sein. Kardinal Koch
will Gemeinsame Erklärung über Amts- und Abendmahlsverständnis
01. Februar 2012 Trier (epd). Der vatikanische "Ökumene-Minister", Kardinal Kurt Koch, schlägt eine Gemeinsame Erklärung über Kirche, Eucharistie und Amt vor. Wenn nach dem Vorbild der evangelisch-katholischen Erklärung zur Rechtfertigungslehre von 1999 ein solches Dokument erarbeitet würde, wäre das "ein Meilenstein auf dem ökumenischen Weg in die Zukunft", sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen beim Internationalen Ökumenischen Forum am Mittwoch in Trier. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, begrüßte diesen Vorstoß. Die Trennung der Kirchen bezeichnete Koch als Skandal. "Dass Christen in getrennten Kirchen leben ist das große Ärgernis und verdient es, Skandal genannt zu werden." Aufgabe der Christen sei es, das was getrennt ist, zusammenzuführen. Die Einheit dürfe jedoch nicht auf die Anerkennung der Unterschiede beschränkt werden. Vielmehr gehe es auch um die Einheit des Glaubens und die Einheit in den Sakramenten. Zugleich forderte Koch: Alle Partner müssten um ihre eigenen "ökumenischen Sünden" wissen und deshalb gegenseitige Schuldzuweisungen vermeiden. Dazu gehöre auch, den Partnern nichts aufzudrängen, was mit deren Glaubensgewissen nicht zu vereinbaren sei. "Katholiken sollten beispielsweise Protestanten genauso wenig zur Übernahme des Papstamtes drängen, wie Protestanten Katholiken nicht zur Kommunionsgemeinschaft drängen sollten." Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider warnte davor, unterschiedliche geschichtliche Prägungen zu unterschätzen und als hinderliche Barrieren zu beklagen. "Verschiedene Menschen brauchen verschiedene Räume, um Kraft zu tanken und um sich zu beheimaten." Die Vielfalt der kirchlichen Profile müsste als Reichtum und Zeichen von Lebendigkeit verstanden werden. Zum evangelisch-katholischen Verhältnis sagte der Ratsvorsitzende: "Jahrhunderte des Schlechtredens, der Polemik und der Gewalt haben wir hinter uns gelassen. Wir gehen heute freundschaftlich miteinander um." Auch die katholische Kirche sei nicht mehr die katholische Kirche des Mittelalters. Es sei jetzt geboten, die jeweiligen kirchlichen Profile als Ergänzung und Bereicherung zu sehen und "eben nicht mehr als Abgrenzung oder als eigene Identitätsstärkung zu Lasten der anderen". Schneider und Koch waren zuletzt im September bei der ökumenischen Begegnung der EKD-Spitze mit Papst Benedikt XVI. im Erfurter Augustinerkloster zusammengetroffen. Die 1999 unterzeichnete Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, über die Protestanten und Katholiken jahrhundertelang gestritten hatten, hatte der Vatikan mit dem Weltbund der lutherischen Kirchen sowie dem Weltrat Methodistischer Kirchen ausgehandelt. Erneut äußerte sich Schneider erfreut über die katholische Einladung, an der "Heilig-Rock-Wallfahrt" in Trier verantwortlich in Planung und Gestaltung mitzuwirken. Evangelische Christen würden dabei das Ereignis der Wallfahrt für sich einordnen und weiterentwickeln. Schneiders Aufruf an Protestanten, sich an der Wallfahrt zu beteiligen, war in der evangelischen Kirche auch auf Kritik gestoßen. Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, betonte in seinem Vortrag: "Uneinigkeiten unter Kirchen sind und bleiben ein Skandal, der überwunden werden muss." Einheit bleibe das Ziel. "Wir sind zur Einheit berufen, selbst dort wo Spaltungen bestehen." Der lutherische Theologe Tveit zeigte sich froh über den Fortschritt in Deutschland im Blick auf die gegenseitige Anerkennung der Taufe. Es gebe aber neue Herausforderungen für die Kirchen, ergänzte Tveit, dessen Weltverband 349 lutherische, reformierte und orthodoxe sowie Freikirchen vereint. Von den Kirchen forderte er, gemeinsam auf Klimawandel und Finanzkrise zu reagieren. Es bestehe die Notwendigkeit nach Frieden und Gerechtigkeit, vor allem in Syrien. "Wir beten mit unseren Kirchen, dass dieser Frieden bald passiert." In Trier tauschen sich Vertreter christlicher Kirchen noch bis zum 03. Februar 2012 über Fragen der Ökumene aus. Das internationale Ökumene-Forum steht im Zusammenhang mit der "Heilig-Rock-Wallfahrt", die vom 13. April bis 13. Mai 2012 stattfindet. "Soviel du brauchst"
(2. Mose 16,18)
Das biblische Motto wird die Programmvorbereitungen für den vierten Deutschen Evangelischen Kirchentag in der Hansestadt nach 1953, 1981 und 1995 leiten. Zu ihm werden im nächsten Jahr an der Elbe mehr als 100.000 Menschen erwartet. Als „Zuspruch“ und „Aufmunterung“ sowie zugleich als „Aufforderung“, sich „den Herausforderungen der Zeit“ zu stellen, kennzeichnete Präsident Gerhard Robbers das Leitwort vor Journalisten. Themen, denen der Kirchentag sich unter dieser Losung und besonders in Hamburg zuwenden müsse, sind nach Ansicht des Trierer Verfassungsrechtlers das bürgerschaftliche Engagement für Schwächere und die Frage nach dem richtigen, verantwortungsvollen Wirtschaften. Dazu gehöre das Gespräch mit der Wirtschaft in der Hamburger Tradition des „ehrbaren Kaufmanns“ ebenso wie der Austausch mit den Gewerkschaften. Ferner, so Robbers, verweise die Losung auf das Thema der Integration von Menschen aus anderen Kulturen und Regionen der Welt sowie auf den Dialog mit anderen Religionen und Konfessionen. „Das gilt auch ökumenisch. Hamburg soll ein besonders ökumenischer Kirchentag werden“, fügte der Kirchentagspräsident hinzu. „Biblische Positionsbestimmung und Routenplanung in einem“ biete die gewählte Kirchentagslosung, erläuterte Generalsekretärin Ellen Ueberschär. Das zugrunde liegende Bibelwort findet sich in der alttestamentarischen Geschichte des Wunders, dass dem hungernden Volk Israel auf seinem Zug durch die Wüste Manna vom Himmel fällt. Am Ende haben jede und jeder so viel, wie er oder sie braucht. „Das ist das göttliche Prinzip vom täglichen Brot“, sagte die Theologin, die das Zentrale Büro des Kirchentages in Fulda leitet. Die wegweisende „Routenplanung“ liegt für Ueberschär in der doppelten Aussage: "Gott sorgt für dich, es ist so viel da, wie du brauchst“ – aber auch: „Gebrauche nur so viel, wie da ist!" Diesen Gedanken schließt sich auch Kirsten Fehrs, die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der gastgebenden Landeskirche, an: „ Es geht um das richtige Maß. Die Israeliten sollen sich nehmen, so viel sie brauchen. Doch – es geht ihnen wie den meisten – das, was der Mensch wirklich braucht, weiß er gar nicht so genau. Geschweige denn, was der oder die Andere wirklich braucht. Und so nehmen die einen viel, die anderen wenig. Folge: Das, was zu viel ist, verdirbt. Den Charakter übrigens auch. Quintessenz: Das, was du wirklich brauchst, gibt Gott überreichlich und täglich neu“.
Zusammen mit der Losung hat das Präsidium zum Kirchentag 2013 biblische Texte für Gottesdienste und Bibelarbeiten festgelegt und Bedingungen zur Mitwirkung am Programm verabschiedet. Eingeladen zur aktiven Mitgestaltung des Kirchentages wird Ende März mit einem Prospekt sowie mit Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten im Internet.
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Mit Bravour über
die Hürde eines Bibelverses im Gottesdienst 02. Februar 2012 Köln Die erste richtig große Herausforderung hat sie nun mit Bravour gemeistert: "Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Frieden und Freude in dem Heiligen Geist", hatte Stadtsuperintendent Rolf Domning als Bibelvers für den Einführungsgottesdienst von Beate Wegmann-Steffens in der Kartäuserkirche am Mittwoch, 1. Februar, ausgewählt. Die neue Verwaltungsleiterin des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region wusste sofort um die Chancen und Risiken dieser Vorlage zu ihrer Ansprache im Gottesdienst: "Mir war schlagartig klar: Das würde die bislang schwierigste Ausgabe sein – aus diesem Spruch abzuleiten, was denn wohl die Verwaltung zum Aufbau des Reiches Gottes beitragen könnte!"
„Das Reich Gottes ist nicht kameral oder NKF...“
Von Paulus lernen: Gerechtigkeit und Frieden
schaffen mit klugen Antworten auf knifflige Fragen
Hohe Prioritäten der Verwaltungschefin als Teamspielerin:
Transparenz und Wertschätzung Herzliches Willkommen beim anschließenden Empfang
durch Superintendenten, Kollegen und Mitarbeitende
Viele gute Wünsche aus der Mitarbeiterschaft überbrachte die MAV-Vorsitzende Angelika Knapic der Verwaltungsleiterin. "Wir wünschen Ihnen Zeit und Geduld fürs Ankommen" und "Wir wünschen Ihnen bei Ihrer Arbeit Lust und Liebe, denn das sind - nach Johann Wolfgang von Goethe - die Fittiche zu großen Taten", so die Vorsitzende und ergänzt: "Wir wünschen Ihnen auch, dass Sie Ihre positive Ausstrahlung behalten mögen und in stressigen Zeiten nie Ihr Lachen verlieren". Selbst nach drei Monaten im Amt gebe es noch einige Mitarbeiter, die neugierig seien auf die neue Leiterin. Knapic: "Ich finde, wir können diese Neugier gemeinsam als gestaltende Kraft nutzen. Denn in der Neugier beziehen wir uns aufeinander und entdecken einander. Wir lernen einander kennen und wertschätzen. Und wir stellen dabei fest, was unsere gemeinsame Sache ist: den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region gut durch dieses Jahrhundert zu bringen!" Zum Schluss überbrachte sie noch einen ganz persönlichen Wunsch: "Ich wünsche Ihnen, dass Sie jeden Morgen sagen können: ich will, ich darf, ich mag!"
Text: Stefan Rahmann
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