Mehr als eintausend Jahre alt ist Müngersdorf als urkundlich bekannte
Siedlung. Von 980 datiert der erste Vermerk über "Mundestorp",
wie es damals noch hieß. Aber wenn man nach der Archäologie geht,
können Sie getrost noch etliche hundert Jahre weiter zurück in die
Römerzeit gehen! Ein römischer Gutshof, der bis ins 4. Jahrhundert
nach Christi Geburt bewirtschaftet wurde und der unter der Jahnwiese
vergraben liegt, bezeugt dies auf wunderbare Weise.
Schon damals wie noch bis vor wenigen Jahren war das fruchtbare
Ackerland der Mittelterrasse oberhalb des Rheingrabens entlang der
Straße nach Aachen ein begehrter Platz für die Landwirtschaft. Weniger
morastig und weniger lehmig als weiter unten auf dem Braunsfelder
Niveau, ernährten sich die Bauern von ihren Äckern, ob der Ort nun
Mundestorp hieß, Mundenstorp (1214), Munderstorp (1608) oder Müngersdorff
(1776).
Dass auch die Kirchengemeinde St. Vitalis mit über 750 Jahren
älter ist als der Kölner Dom, deutet an, dass hier nicht nur viel
Ackerland um einzelne Höfe wie in der Römerzeit existierte,
sondern die Menschen ihre Höfe schon früh in einer größeren Ansiedlung
zusammenfassten, im Ortskern des heutigen Stadtteils Müngersdorf.
|