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Die Kirche wird gebautWas alles zu bedenken und zu leisten war, um eine eigene Kirche zu bauen, dokumentiert der folgende Artikel von Pfarrer Püschel. Er erschien in der ersten Ausgabe des Gemeindebriefes im Dezember 1951 und soll ungekürzt die Schwierigkeiten und Freuden der jungen Gemeinde aufzeigen: "Am 23. Dezember 1951 feiert die Evangelische Clarenbachgemeinde
Köln-Braunsfeld einen einmaligen Festtag. Das Clarenbachhaus
wird an diesem vierten Adventssonntag seiner Bestimmung übergeben... Gast in Hohenlind All die Jahre hindurch sind wir im katholischen St.-Elisabeth-Krankenhaus in Hohenlind zu Gast gewesen. Und wir haben allen Anlass, unserer Schwesterkirche auch hier in aller Öffentlichkeit von Herzen zu danken für den brüderlichen Dienst, den sie an uns getan hat. Aber es lag auch nichts näher, als alle Kräfte anzuspannen, um aus diesen auf die Dauer nicht tragbaren Verhältnissen herauszukommen. Die ersten Anfänge unserer Bauplanung reichen bis in den Spätherbst 1948 zurück. Wir hätten verhältnismäßig schnell eine Baracke bauen können und hätten dann aller menschlichen Voraussicht nach für die nächsten 20 Jahre immer nur eine Baracke gehabt. Und wir hätten dann zwar einen Raum für unsere Gottesdienste besessen, aber keine Möglichkeit gehabt, die anderen Arbeiten einer Gemeinde zu tun, die in einer wirklichen Gemeinde eben auch getan werden müssen. Deshalb haben wir geplant und verworfen und wieder geplant und wieder verworfen, um etwas Besseres zu finden, das allen Erfordernissen der Gemeinde gerecht würde. Aus solchem Planen heraus ist das heutige Clarenbachhaus entstanden. Die Kinder und die Jugend haben darin die ihnen gemäßen Räume, die Mitarbeiter der Gemeinde haben ihre Wohnung, die Gemeinde in ihrer Gesamtheit hat ihren Kirchsaal mit 430 Plätzen.
Kirche und Altersheim Weil wir in einer Zeit leben, in der eine christliche Gemeinde den Hilfsbedürftigen gar nicht genug helfen kann, haben wir in Verbindung mit dem Asylverein Köln auch gleich ein Altersheim gebaut, in dem 120 alte Menschen eine Heimat haben und weitere 20 Angestellte, zum Teil mit ihren Angehörigen, Wohnung gefunden haben. Was ein solches Haus in dieser Zeit an Arbeit gekostet hat, lässt sich mit wenigen Worten nicht darstellen. Es ist manchmal zum Verzweifeln gewesen, wenn immer und immer wieder die mühsam aufgebauten Anfänge zunichte gemacht wurden. Offenen Hohn und vornehmes Zweifeln haben wir in reichem Maße geerntet. Finanzielle Unterstützung durch die eigene Gemeinde haben wir kaum gefunden. Und dann war eines Tages - am 22. Dezember 1950 - auf dem Papier die letzte Finanzierungslücke geschlossen, so dass wir am 3. Januar 1951 mit den Ausschachtungsarbeiten beginnen konnten ... Haus der Liebe und des Friedens ... Alles, was bisher gesagt worden ist, gehört im Grunde genommen an die zweite und dritte Stelle. Es ist die Gnade Gottes, die dieses Haus gebaut hat. Von Seiner Kraft haben wir gezehrt. Bei ihm haben wir Trost gefunden, wenn wir nicht mehr weiter wussten. Es ist die Barmherzigkeit Gottes gewesen, die uns hat durchhalten lassen. Es war seine Liebe, die uns ein Haus der Liebe und des Friedens hat bauen lassen. Das Haus steht da. Die Einweihung wird erfolgen. An der Gemeinde liegt es nun, dass das Clarenbachhaus nicht umsonst gebaut worden ist. Ein Haus für sich allein ist tot. Eine Gemeinde, die vom Gotteshaus nicht Gebrauch macht, ist tot. Der barmherzige Gott möge uns schenken, dass wir eine lebendige Gemeinde werden. Dazu erbitten wir seinen Segen."
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